Weihnachtsgedichte - Weihnachten, Gedichte zu Weihnachten
Impressum
 

 
   Weihnachtsgrüße
   Weihnachtswünsche
 
   Nikolausgedichte
   Wintergedichte
   Weihnachtsgedichte
   Weihnachtsgeschichten
   Weihnachtslieder
 
   Weihnachtskarten
   Weihnachtsdekoration
 
   Die
   Weihnachtsgeschichte
   Weihnachtsverse
   Weihnachtsgrußkarten
   Weihnachtslinks

------- Weihnachtsgedichte ------------------



Weihnachtsgedichte. Eine kleine Sammlung von Weihnachtsgedichten.


Christkind

(Weihnachtsgedicht für Kinder
zum Vortragen)

Jeden Abend, alle Tage
Stellt' ich Mütterchen die Frage:
"Wann kommt's liebe Christkind doch?
Wie oft muß ich schlafen noch?"

Nachts bei stillen Sternenschein
Schickten mir die Engelein
Einen süßen Weihnachtstraum,
Zeigten mir den Tannenbaum.

Endlich ist die Weihnacht da,
Schön, wie ich im Traum sie sah;
Einen Puppe hat gebracht
Christkind mir in heilger Nacht.

Weil ich fromm gebetet hab',
Ward mir diese Weihnachtasgab';
Gotteskindlein, hold und klein,
Will auch ferner artig sein!



Christkindlein im Himmel

(Weihnachtsgedicht für Kinder
zum Aufsagen)

Maria sitzt gar herrlich
Auf einem gold'nen Thron
Und hält auf ihrem Schoße
Den kleinen Gottessohn.

Und von dem süßen Kindlein
Geht aus ein lichter Schein,
Viel heller als die Sonne,
Als Gold und Edelstein.

Viel tausend, tausend Engel,
Die bolden einen Kreis
Und spielen auf den Harfen
Und singen Lob und Preis.

Es kniet am goldenen Throne
Der Hirten fromme Schar,
Sie blasen auf Schalmeien
Ein Lied gar wunderbar.

Daneben knien die Weise,
Die aus dem Morgenland,
Und schwingen Weihrauchfässer
Mit hocherhobner Hand.

Wie klingt das süße Tönen,
Wie strahlt die lichte Pracht!
Wie sonnig und wie wonnig
Christkindleins Auge lacht!

Blick auf uns süßes Christkind,
Die Herzen all sind Dein!
Und wollen nun und ewig
Christkindlein zu eigen sein!



Was das Christkind sagt

Das Christkindlein bin ich genannt,
den frommen Kindern wohl bekannt,
die ihren Eltern gehorsam sein,
die früh aufstehn und beten gern,
denen will ich alles bescher'n.
Die aber solche Holzblöck sein,
die schlagen ihre Schwesterlein
und necken ihre Brüderlein,
steckt Ruprecht in den Sack hinein.

Des Knaben Wunderhorn (ca. 1806 - 1808)



Der Weihnachtsauszug

Bald kommt die liebe Weihnachtszeit,
worauf die ganze Welt sich freut;
das Land, so weit man sehen kann,
sein Winterkleid hat angetan.
Schlaf überall; es hat die Nacht
die laute Welt zur Ruh gebracht, -
kein Sternenlicht, kein grünes Reis,
der Himmel schwarz, die Erde weiß.

Da blinkt von fern ein heller Schein. -
Was mag das für ein Schimmer sein?
Weit übers Feld zieht es daher,
als ob's ein Kranz von Lichtern wär',
und näher rückt es hin zur Stadt,
obgleich verschneit ist jeder Pfad.
Ei seht, ei seht! Es kommt heran!

O, schauet doch den Aufzug an!
Zu Roß ein wunderlicher Mann
mit langem Bart und spitzem Hute,
in seinen Händen Sack und Rute.
Sein Gaul hat gar ein bunt Geschirr,
von Schellen dran ein blank Gewirr;
am Kopf des Gauls, statt Federzier,
ein Tannenbaum voll Lichter hier;
der Schnee erglänzt in ihrem Schein,
als wär's ein Meer voll Edelstein. -

Wer aber hält den Tannenzweig?
Ein Knabe, schön und wonnereich;
's ist nicht ein Kind von unsrer Art,
Hat Flügel an dem Rücken zart. -
Das kann fürwahr nichts anders sein,
als wie vom Himmel ein Engelein!
Nun sagt mir, Kinder, was bedeut't
ein solcher Zug in solcher Zeit? - -
Was das bedeut't? Ei, seht doch an,
da frag' ich grad' beim Rechten an!
Ihr schelmischen Gesichterchen,
ich merk's ihr kennt die Lichterchen,
kennt schon den Mann mit spitzem Hute,
kennt auch den Baum, den Sack, die Rute.

Der alte bärt'ge Ruprecht hier,
er pocht' schon oft an eure Tür;
droht' mit der Rute bösen Buben;
warf Nüss' und Äpfel in die Stuben
für Kinder, die da gut gesinnt. - -
Doch kennt ihr auch das Himmelskind?
Oft bracht' es ohne euer Wissen,
wenn ihr noch schlieft in weichen Kissen,
den Weihnachtsbaum zu euch ins Haus,
putzt' wunderherrlich ihn heraus;
Geschenke hing es bunt daran
und steckt' die vielen Lichter an;
flog himmelwärts und schaute wieder
von dort auf euren Jubel nieder.

O Weihnachtszeit, du schöne Zeit,
so überreich an Lust und Freud'!
Hör doch der Kinder Wünsche an
und komme bald, recht bald heran,
und schick' uns doch, wir bitten sehr,
mit vollem Sack den Rupprecht her.
Wir fürchten seine Rute nicht,
wir taten allzeit unsre Pflicht.
Drum schick' uns auch den Engel gleich
mit seinem Baum, an Gaben reich.
O Weihnachtszeit, du schöne Zeit,
worauf die ganze Welt sich freut!

Robert Reinick 1805 - 1852



Weiter gehts unten auf Seite 2



Seite: Seite 1 - Weihnachtsgedichte   Seite 2 - Weihnachtsgedicht   Seite 3 - Weihnachts Gedichte   Seite 4 - Gedichte Weihnachten   Seite 5 - Gedicht Weihnachten







Weihnachtsgruesse.org
copyright © 2007, carmen jakel



Weihnachtsgruesse.org - Weihnachtsgedichte - Weihnachten, Gedichte zu Weihnachten